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Hoch
und nicht mehr ausgetrocknet
Durch
eine bemerkenswerte technische Meisterleistung -- von der USAID als Vision entwickelt,
von Hazen and Sawyer entworfen, von Bomohsa gebaut und durch Pumpenprodukte von ITT Industries
ermöglicht -- wird bald Wasser bergauf zu einer von Trockenheit bedrohten Stadt
in Honduras fließen.
Wie
kann eine Stadt,die
nur etwas mehr als 600 Meter von einem großen Fluss entfernt ist, unter bedrohlichem
Wassermangel leiden? Nun, das ist leicht möglich, wenn es sich um eine vertikale
Entfernung handelt.
Mitten
im bergigen Westen von Honduras liegt die Stadt Santa Rosa de Copan 1.300 Meter über
dem Meeresspiegel und 600 Meter über dem Fluss Higuito. Durch ihre hohe Lage
scheint jeder Tag ein Frühlingstag zu sein, und über Jahrhunderte nutzten
die Einwohner von Santa Rosa die frühlingshaften Niederschläge, die das
ganze Jahr über fielen, um ihre Brunnen aufzufüllen.
Als
in den letzten Jahren Trockenzeiten einen Großteil Mittelamerikas überzogen,
fand sich auch Santa Rosa auf seinem hohen Sitz zunehmend trocken. In den Brunnen
fielen die Wasserstände mit alarmierender Geschwindigkeit, und die Stadt begann
ihre Wasservorräte zu rationieren. Manche Gegenden wurden nur aller fünf
Tage mit Wasser versorgt, und die 25.000 Einwohner schauten mit zunehmendem Verlangen
auf den Fluss hinunter und überlegten, wie sie wohl an das Wasser herankommen
könnten.
Die
Antwort: Man bringe den Fluss in die Stadt. Durch eine bemerkenswerte ingenieurtechnische
Meisterleistung -- von der USAID als Vision entwickelt, konstruiert von Hazen and Sawyer
und dessen Partner vor Ort, Saybe y Asociados, gebaut von Bomohsa und durch Pumpenprodukte
von ITT Industries ermöglicht -- wird bald Wasser den Berg hinauf nach Santa
Rosa fließen.
Im
Jahr 2001 fing alles an, als die Hilfsorganisation USAID zusagte, ein Pumpen- und
Rohrleitungsprojekt zu finanzieren und Hazen and Sawyer als Konstruktionsfirma festlegte.
Hazen and Sawyer schloss einen Vertrag mit Bomohsa ab, einem Pumpenvertrieb in Honduras,
der sofort zwei Vorschläge machte, die den Erfolg des Projektes sichern sollten.
"Zuerst
schlugen wir vor, dass das Projekt drei Pumpstationen -- statt zwei -- haben sollte,
um das Wasser den Berg hinauf zu treiben und in den Wassertank der Stadt zu bringen",
sagt George Faraj, General Manager. "Dann bestanden wir darauf, dass man an
jeder Station Pumpen mit vertikaler Turbine von ITT Industry Goulds Pumps einsetzte,
weil diese am leistungsfähigsten sind und in die Rohrleitungen eingebunden werden
können, was Kosten spart. Ich glaube sicher, dass diese Empfehlungen das Projekt
vor dem Scheitern bewahrten."
Im
Jahr 2002 begannen Ingenieure der USAID mit dem Bau des Wasserversorgungssystems.
Zunächst ermittelten sie einen Punkt acht Kilometer flussabwärts, wo man
einen Sickerstollen in das Flussufer einbauen konnte. Das Wasser fließt ganz
natürlich in den Sammelbereich, durchläuft ein ausgeklügeltes Filtrationssystem
und wird dann von drei kräftigen ITT-Pumpensets auf seine Reise über fast
zehn Kilometer geschickt -- knapp neun Kilometer in horizontaler und etwa 800 Meter
in vertikaler Richtung.
Der
Anstieg hätte das Projekt fast zum Scheitern gebracht.
"Wenn
man Wasser nach oben pumpt, besteht immer die Gefahr, dass ein 'Wasserschlag' entsteht,
wenn es auf das Wasser trifft, das von oben wieder zurückkommt", erklärt
Carlos Restrepo, Territorialleiter für Mittelamerika und das nördliche
Südamerika bei ITT, der technischen und Vor-Ort-Support leistete. "Da wir
es in diesem Fall mit derart hohen Drücken zu tun hatten, die unsere Pumpen
produzieren mussten um das Wasser bergauf zu drücken, waren die Wasserschlagexplosionen
gewaltig, und in der Testphase gab es viele Rohrschäden."
Die
Projektingenieure lösten das Problem durch die Installation spezieller Durchfluss-Sensoren
und Druckumwandler. Mit diesen Modifikationen bestanden die Pumpen und Rohre alle
weiteren Prüfungen, und nun fehlt nur noch die letzte Rohrverbindung zum Verteilertank
von Santa Rosa, die im August 2005 fertiggestellt werden soll. Wenn das System seinen
vollen Betrieb aufgenommen hat, wird es der dürstenden Stadt Santa Rosa 7.280
Liter pro Minute Wasser liefern.
"Mit
diesem System dürfte die Stadt Santa Rosa nie wieder unter Wassermangel leiden",
meint Faraj.
Wie
wichtig ist das Projekt für die Stadtbewohner? Als
die ersten Tests erfolgreich waren, war ein Ingenieur aus Santa Rosa im Stadtradio
mit den Worten zu hören: "Das Rio-Higuito-Projekt LEBT!" Der Präsident
von Honduras plant seine Teilnahme an der Eröffnungsfeier, und ein einheimischer
Viehzüchter versprach, zwei Kühe für das Eröffnungsfestmahl zu
spenden. Bei der Festveranstaltung wird es Wein und Bier geben, um das Rindfleisch
hinunterzuspülen, doch der süßeste Trunk von allen wird wohl das
klare Wasser sein, das uneingeschränkt und kräftig aus den Wasserhähnen
der Stadt fließen wird.
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Ein
Wassertransportsystem nutzt Produkte von Goulds Pumps, um Wasser knapp zehn Kilometer
hinauf in die Bergstadt Santa Rosa, Honduras, zu bringen.
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