Frauen am Arbeitsplatz ITT

Globales Frauengipfeltreffen bringt Themen und Ideen auf den Tisch

 

Mia Israelsson hatte schon an vielen Versammlungen teilgenommen, doch noch nie an einer wie dieser. Vom 10. bis 12. Juni besuchte die Personalleiterin des ITT-Unternehmens Flygt ein dreitägiges Meeting in Kairo, das schon anders als andere wirkte, bevor überhaupt die erste Rednerin zu sprechen begann.

Es war das 16. jährliche Globale Frauengipfeltreffen (Global Summit of Women), und jede Person, die Israelsson sah, jede Stimme, die sie hörte, jede Mitwirkende im Programm war wie sie selbst eine Fachfrau. ITT gehörte zu den Sponsoren der Veranstaltung, die mehr als 900 Frauen aus 88 Nationen zusammenführte, die Staatsregierungen und die führenden Unternehmen der Welt, wie zum Beispiel Microsoft, IBM, Cisco, Xerox, DHL, Deutsche Telekom und ITT repräsentierten.  

Israelsson gehörte zu den sechs Teilnehmerinnen der ITT, und sie und ihre Kolleginnen empfanden die Atmosphäre als Kraft spendend, erhellend und inspirierend.

"Für mich als Mitarbeiterin in einem Unternehmen, in dem die meisten leitenden Angestellten Männer sind, war es eine seltene Gelegenheit, das Thema 'Frauen in Führungspositionen' zu diskutieren -- und zwar mit anderen Frauen in Führungspositionen", sagt Israelsson.

"Ein guter Mentor oder eine gute Mentorin ist ein sehr starkes Werkzeug". fügt Natalie Zuo hinzu, Integrationsleiterin des ITT-Unternehmens Advanced Water Treatment in Schanghai, China. "Daher war es gut, anderen erfolgreichen weiblichen Rollenmodellen zu begegnen und ihnen zuzuhören und aus ihren Erfahrungen zu lernen."

Die Rednerinnen des Gipfels boten innovative und praktische Strategien zum Aufstieg in den Sitzungssaal des Verwaltungsrates, sowie Ratschläge für die Entwicklung langfristiger Unternehmenslaufbahnen. Ein Panel weiblicher CEOs sprach darüber, wie Unternehmen die Kräfte des "anderen Geschlechts" besser für sich nutzen können, und Usha Wright von ITT, Direktorin für globale Arbeitskräftestrategie, saß einer Paneldiskussion über Frauen im Ingenieur- und Technikbereich vor.

"Nach Ushas Panelpräsentation stellten sogar Frauen Fragen, die nicht Englisch sprachen. Sie stellten die Fragen in ihrer eigenen Sprache, und sofort gab es Freiwillige, die die Fragen und Antworten übersetzten", erinnert sich Riham Rizkala, Marketingkoordinatorin für den ITT-Bereich Industrial und Biopharm in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika. "Das zeigte, wie wichtig das Thema Frauen im Ingenieurwesen tatsächlich ist."

Die ITT-Gruppe bekam wieder, was sie gab. "Das waren sehr praxisbezogene Seminare mit konkreten Tipps -- ohne belehrenden Ton -- wie man die eigene Laufbahn gestaltet, sich Gehör verschafft, ja sogar, wie man eine Präsentation macht", erklärt Wright. "Unsere Gruppe war ziemlich engagiert und verließ die Seminare mit tollen Ideen zu Möglichkeiten, wie wir mehr zum Erfolg von ITT beitragen können."

Nach dem Gipfel traf sich Wright mit dem ITT-CEO Steve Loranger und dem Exekutivrat, um die Empfehlungen der Gruppe dazu vorzutragen, wie ITT Frauen mit großem Potenzial besser unterstützen kann. Der Rat stimmte zu, dass es bei künftigen konzernweiten Zusammenkünften von ITT, wie zum Beispiel dem Best Practices Symposium auch zweistündige  Meetings für teilnehmende Frauen geben solle. Führungskräfte des Unternehmens werden an den Meetings teilnehmen und Wright wird die Tagesordnungen entwickeln, die ausloten werden, wie diese Gruppe mehr zum Erfolg von ITT beitragen kann und wie die ITT ihre Kultur der Einbeziehung und der Vielfalt von Denkweisen verbessern kann.

In der neuen Verpflichtung der ITT zu Einbeziehung und Vielfalt heißt es, dass das Unternehmen sich "verpflichtet, einen Mitarbeiterbestand aufzubauen, der die Welt widerspiegelt, in der wir geschäftlich tätig sind." Der Gipfel machte deutlich, dass diese neue Welt mehr Frauen einbeziehen muss.

"Wir müssen anerkennen, dass sowohl Frauen als auch Männer auf unterschiedliche Art starke Führungskräfte sein können, so wie ja auch eine schwedische Führungskraft sich von einer deutschen unterscheiden kann", meint dazu Caroline Tallqvist, Ingenieurin beim Flygt-Unternehmen in Schweden.

Christina Clarke, Personaldirektorin des ITT-Geschäftsbereiches Advanced Water Technology in Europa, zitiert Fakten vom Gipfel und sagt dazu: "In 20 Jahren werden Frauen einen größeren Teil der Weltwirtschaft kontrollieren und wichtige Entscheidungsfinder in den größten Wachstumsmärkten der Welt sein. Wenn wir Hauptakteur bleiben wollen, müssen wir dafür sorgen, dass wir die Anzahl unserer weiblichen Mitarbeiter auf akzeptablen Stand steigern und halten."

Und Israelsson fügt hinzu, "Wir sind ja kein Unternehmen, das kluge Frauen verjagt, aber gleichzeitig müssen wir dieses Unternehmen proaktiv zu einem Ort machen, an dem Frauen sich gern entwickeln wollen. Das geschieht nicht von allein. Mit den richtigen Strategien und der richtigen Zukunftsvision kann ITT zu einem bevorzugten Arbeitgeber für die besten und klügsten Frauen der Welt werden."


 

 

Zur ITT-Delegation auf dem Global Summit of Women gehörten (von oben, l.n.r.)

  • Christina Clarke, Advanced Water Treatment, Großbritannien und Europa
  • Natalie Zou, Advanced Water Treatment, China
  • Usha Wright, ITT, USA
  • Riham Rizkalla, Industrial & Biopharm, Ägypten
  • Mia Israelsson, Flygt, Schweden
  • Caroline Tallqvist, Flygt, Schweden