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ITT-Abenteurer
erreichen den Nordpol "Bin heute morgen aufgewacht und hatte das Gefühl, mich wie in Zeitlupe zu bewegen." Dieser Tagebucheintrag hätte von Millionen Menschen am Montagmorgen, den 29. April, gemacht worden sein können. Das Bemerkenswerte daran ist der Standort des Autors, als er diesen Eintrag machte. 90. Breitengrad. Besser bekannt als der Nordpol - und jetzt kennen drei Mitarbeiter von ITT Industries dieses ungastliche Fleckchen Land besser als 99,9 Prozent der Weltbevölkerung. Auf dem Nordpol haben weniger Menschen gestanden als auf dem Gipfel des Mount Everest. Zu diesem Elite-Abenteurerclub gehören jetzt auch Nick Hill, Mark Steele und Ulrike Zugelder von ITT Cannon. (Hill und Steele haben auch den Mount Everest gemeinsam bestiegen.) Vierzehn Tage lang, vom 16. April bis 29. April, reisten die drei Polarforscher auf Skiern und mit militärischen Frachtflugzeugen von Moskau ans Ende der Welt. Die Reise schien von Anfang an von Pech und schlechtem Wetter verfolgt. Hill wurde in Moskau bestohlen und aufgrund eines Schneesturms und der russischen Bürokratie saßen sie über eine Woche in Khatanga, Siberien, fest, über 1600 Kilometer von ihrem Ziel entfernt. Die Tagebucheintragungen des Teams spiegelten ihre wachsende Frustration wieder. Am 12. Tag dann das Wunder. Durch eine Lücke zwischen zwei Orkanen entstand ein zum Fliegen geeigneter Korridor und das Team begann den Endspurt. Die drei ITT-Mitarbeiter wurden zusammen mit ihren Ski-Führern auf das Treibeis geflogen und liefen dann die letzten 160 Kilometer auf Skiern um offenes Wasser herum (wegen des Eisaufbruchs) und durch minus 29 Grad Celsius kalte Luft. Um 3:30 Uhr am 29. April zeigte das GPS-Gerät des erschöpften Teams endlich 90 Grad nördlicher Breite an. "Unsere Begeisterung läßt sich nicht mit Worten beschreiben," schrieb Hill an jenem Tag. "Als wir uns umblickten, sahen unsere Augen nur strahlend blauen Himmel und eine leuchtende Fläche von Schnee und Eis. Es gibt kein Leben - weder pflanzliches noch tierisches - in einem Umkreis von Tausenden Kilometern. Diese riesige Weite des Nichts ist atemberaubend, die Rauheit von Mutter Natur ist schrecklich, die anspruchslose Wirklichkeit ist inspirierend." Es ist ein Gefühl, dass die meisten Menschen auf der Welt nie erleben werden, und das Hill, Steele and Zugelder nie vergessen werden. Nächster Artikel |
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