In dieser Ausgabe

Mit dem Saturn sprechen
Systems Division koordiniert Kommunikation mit der historisch bedeutsamen Raumfahrtmission zum Planeten der Ringe


Zum dritten Mal innerhalb von sechs Monaten war unser Unternehmen Systems Division an einer historischen und beeindruckend erfolgreichen Raumfahrtmission beteiligt.

Am 30. Juni passierte das Cassini-Huygens-Raumfahrzeug der NASA nach siebenjährigem Flug den Raum zwischen zwei der Saturnringe und trat in die Umlaufbahn des sechsten Planeten von der Sonne aus ein. Für die nächsten vier Jahre wird dieses erstaunliche Fahrzeug -- das ungefähr die Größe eines amerikanischen Schulbusses hat und eines der leistungsstärksten Raumfahrzeuge ist, die je ins All geschickt wurden -- wertvolle Daten zur Erde zurück senden.

Wie schon bei der Begegnung der NASA-Sonde Stardust mit dem Kometen Wild 2 und bei den denkwürdigen Marslandungen im Januar 2004werden die vom Raumfahrzeug kommenden Informationen von den Antennen des DSN (Deep Space Network - Weltallnetzwerk), von denen einige durch Systems Division betrieben werden, eingefangen.

"Die Rundreise-Signale von Cassini müssen mehr als 3 Milliarden Kilometer durch das All zurücklegen," sagt Art Landon, System Divisions Serviceingenieur für die Cassini-Mission. "Es ist so, als würde man auf dem Times Square in New York stehen und versuchen, jemand anderen in Paris flüstern zu hören. Wir müssen sicherstellen, dass die Antennen perfekt ausgerichtet und kalibriert sind, um alle Informationen zu erfassen."

Signale, die vom Cassini-Raumfahrzeug empfangen werden, können extrem schwach sein - ein Milliardstel eines Milliardstel Milliwatts, oder mehr als 20 Milliarden Mal schwächer als die Energie, die man für eine digitale Armbanduhr braucht. Es hat sich erwiesen, dass dies kein Problem für Systems Division und die Antennen ist.

Binnen 12 Stunden nach dem Eintritt in die Umlaufbahn des Saturn sendete Cassini schon erstaunlich detaillierte Schwarz-Weiß-Fotos von den Ringen des Saturn auf die Antennen. Zum ersten Mal konnten Wissenschaftler des Düsenantriebslabors der NSA kleine und größere Wellen in den Ringen sehen. Aus der Ergründung der Dynamik der Saturnringe und der zahlreichen Monde werden sich wertvolle Daten ergeben, mittels derer man für jeden der Planeten des Sonnensystems bestimmen kann, wie er entstanden ist.

Das Cassini-Fahrzeug wird den Saturn im Laufe der nächsten vier Jahre 76 Mal umrunden. Am 24. Dezember 2004 wird es die Huygens-Sonde absetzen, die ihrerseits versuchen wird, auf dem Titan, dem größten Mond des Saturn, zu landen. Mit seiner Atmosphäre aus Methan und Äthan hat der Titan eine große Ähnlichkeit mit der Erdatmosphäre, bevor hier Leben entstand. Wissenschaftler sind schon seit langem fasziniert von der dichten Atmosphäre dieses Mondes, und die Titan-Sonde wird ihnen einen Blick auf eine sehr frühe Version der Erde gestatten.

Das DSN-Team von Systems Division wird die Titan-Mission unterstützen, die von der Europäischen Raumfahrtbehörde überwacht wird.

"Es handelt sich um eine wahrhaft internationale Mission," sagt Lu Nguyen, ein Projektingenieur für Netzwerkbetrieb von Systems Division. "Ingenieure und Wissenschaftler aus der ganzen Welt haben an den Entdeckungen und Nutzwerten dieser Mission teil. Wir von Systems Division freuen uns sehr darüber, zu den wichtigsten Akteuren einer der größten und ambitioniertesten Weltraumaktionen der Geschichte zu gehören. Dadurch beweisen wir wieder einmal, dass wir ein geschätzter Partner bei wichtigen Weltraum-Missionen sind."



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