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Bill
Napier von Systems Division spielt eine maßgebliche Rolle bei Raketenstarts
Nach
dem Startvon
Cape Canaveral im August wird der Mars Reconnaissance Orbiter mehr als sechs Monate
benötigen, um sein etwa 64 Millionen Kilometer entferntes Ziel zu erreichen.
Doch es ist die kritische erste halbe Stunde der langen Reise -- vom Abheben seiner
mehr als 60 Meter hohen Atlas-V-Rakete bis zu ihrem Verschwinden hinter dem Horizont
-- die Bill Napiers Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen wird.
Wenn
zu irgendeinem Zeitpunkt während dieser 30 Minuten das Raumfahrzeug vom Kurs
abweicht und zu einer Bedrohung für Mensch oder Umwelt wird, hilft von Napier
ausgewerteter Input des Instrumentensystems den Starttechnikern dabei, Befehls- und
Zerstörungssignale auszusenden, um die Situation zu beheben.
Der
Ingenieur von Systems Division analysiert und bewertet Instrumente, die bemannte
und unbemannte Missionen überwachen, die von "Amerikas Tor zum Weltall"
-- Cape Canaveral, Florida, und dem angrenzenden Kennedy Space Center -- ausgehen.
Im
Rahmen eines 10-Jahres-Auftrages, den Systems Division im Jahr 2000 erhielt, unterstützt
Napier den Spacelift Range Systems Contract (SLRSC) zur Modernisierung die Startprüfbereichssysteme,
die auf der nahe gelegenen Patrick Air Force Base und der Vandenberg Air Force Base,
Kalifornien, stationiert sind.
Mit
spezieller Software namens STK (Satellite Tool Kit) von Analytical Graphics Inc.,
analysiert Napier große Datenmengen, um die besten Standorte für Radar,
Telemetrie und andere Instrumente zu finden, die Fahrzeuge von der Zündung bis
zur Umlaufbahn verfolgen. Dies betrifft zivile, militärische und NASA-Missionen,
deren Nutzlast von Nachrichtensatelliten über Planetensonden bis hin zu Spaceshuttles
reicht.
In
50 Jahren und über 3.000 Startvorgängen kann Cape Canaveral ein außergewöhnlich
gutes Sicherheitsprotokoll vorweisen, doch es besteht immer die Möglochkeit,
dass ein unbemanntes Fahrzeug vom Kurs abweicht. "Wir positionieren die Nachführinstrumente
so, dass sie eine optimale Abdeckung gewährleisten; so kann ein Zerstörungssignal
rechtzeitig abgeschickt werden, um Menschen und Eigentum zu schützen",
erklärt Napier.
Das
Ergebnis einer kürzlich von Napier durchgeführten Analyse annullierte die
vorgeschlagene Versetzung einer Nachführstation von den Westindischen Inseln
nach St. Thomas, einem Territorium der USA. Seine Berechnungen zeigten, dass nicht
ausreichend Daten gesammelt werden könnten, bevor die Fahrzeuge bei St. Thomas
über dem Horizont verschwänden.
Napier
und das SLRSC-Team entwerfen auch das Layout zur Anordnung der Instrumente in den
Nachführstationen und kalkulieren den Landbedarf für die Bestandteile inklusive
Radar, Antennen, Generatoren und Hilfssystemen. In einem Fall zeigte er dem Kunden,
dass der Befehls-/Zerstörtransmitter mit weniger Kraft arbeiten konnte, wodurch
die Anschaffung eines größeren Transmitters überflüssig wurde.
In einem anderen Fall ermittelte er den geeigneten Durchmesser für eine Parabolantenne
und ersparte damit dem Kunden die Kosten für eine größere Antenne.
"Unser
Ziel ist es, den Kunden dabei zu unterstützen, seine Mission so effizient und
kostengünstig wie möglich auszuführen und gleichzeitig die Auswirkungen
auf die Umwelt zu minimieren", sagt Napier.
Es
kann als klarer Ausdruck von Kundenzufriedenheit gewertet werden, dass die U.S.
Air Force dem SLRSC und Napier grünes Licht für eine kritische Analyse
zusätzlicher großer SLRSC-Projekte gegeben hat, zu denen das Western Range
und Eastern Range Radar Program gehört.
Während
Vandenberg für seinen allerersten Atlas-V-Start in diesem Jahr vorbereitet wird,
werden Napiers Erfahrungen mit diesen Mammut-Raketen und anderen Raumfahrzeugen dazu
beitragen, dass die Grenzen für Kommunikation und Erkundung weiter nach außen
geschoben werden.
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Wenn
ein Raumfahrzeug nach dem Start von der Bahn abweicht, hilft der von Napier ausgewertete
Input von Instrumentensystemen den Starttechnikern, Befehls- und Zerstörungssignale
auszusenden, um die Situation zu retten. |